Dieser Moment, wenn du mutig bist und dich zeigst
mit allem was du bist.
Dieser Moment macht dich frei!
Diagnose Krebs- Leben mit STOMA
Ich will das nicht. Das ist doof!
So ging es mir! Diagnose Darmkrebs...

Bei aller Vernunft, allem Wissen und Empfehlungen saß ich erst mal da und
wurde regelrecht bockig!
Mach das wech!
Ein Satz, der mich schon lange begleitet und gerne aus der Versenkung auftaucht,
wenn ich mich mit einer Situation nicht auseinandersetzen will.
Aber da gibt es noch einen anderen Satz, der dann strahlend, wie eine goldene Diva mit
wissendem Lächeln,auf die Bühne kommt.
Leben eben und du bist live dabei!
Okay! Du hast ja recht.
Ich lerne mich immer wieder neu kennen.
Mit Stoma auf eine ganz andere Weise.
Finde meine Balance, mal mehr, mal weniger. :-)
Interessante Links
Mein Instagram Account für das Leben mit Stoma: Claudia Kaleita Moments (@claudias_journal) • Instagram-Fotos und -Videos
Claudia Kaleita - Facebook https://www.facebook.com/public/Claudia-Kaleita
Siil Ostomy - Stoma Bekleidung
FaSTnORMAl, Das Fotoprojekt vom Beuteltiernetzwwerk: https://fastnormal.life
Beuteltiernetzwerk: https://beuteltiernetzwerk.com
Beuteltiergruppe bei Facebook: https://de-de.facebook.com/beuteltiernetzwerk
ZEIT
Um sich an die Veränderung zu gewöhnen.
Es ist nicht leicht und niemand kann einem sagen, wie lange es dauert.
Mir hat eine wissenschaftliche Neugierde sehr geholfen.
- Wie gehe ich am besten mit der Versorgung um?
- Welche Versorgung ist überhaupt richtig für mich?
- Was macht es, wenn ich das oder das esse?
- Wie gehe ich damit um, wenn es blubbert?
- Wie verändert sich mein Leben?
- Wo bin ich bereit, zu akzeptieren, zu verändern?
Und die wichtigste Frage für mich: Wie will ich leben?
Fragen über Fragen, die von Stomatherapeut*innen bezüglich der Versorgung gut
beantwortet werden können.
Ich habe versucht, möglichst viel allein hinzubekommen.
Wenn ich nicht weiterkam, habe ich gefragt und Unterstützung angenommen.
Gruppen wie das Beuteltiernetzwerk und bundesweite Stammtische schenken ein persönliches
Umfeld für Gespräche, Spaß und leckeres Essen.
Betroffene unterstützen sich gegenseitig. Sie geben Infos, erklären und machen Mut.
Der Austausch ist wertvoll.
Bei Fragen zur Versorgung kann er sehr hilfreich sein.
Bei Schmerzen gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Andere Seiten, die ich auf social media über #stoma gefunden habe, zeigen Berichte von Betroffenen.
Sie sind sichtbar, damit andere sich wiedererkennen und wissen, dass sie nicht alleine sind.
Lächeln hilft!
Egal wie viele Narben du hast.
Mir ist nicht immer zum Lachen, doch habe ich gemerkt das ein positives mindset mir und meinem Darm hilft. Nach der 2.OP war es noch anstrengender, als nach der Ersten und ich konnte nicht mal annähernd begreifen wie sehr. Ich wollte wieder loslegen, alles selber machen und das ist keine gute Idee. Nicht nur bescherte ich mir Corona, sondern ich verlor auch wieder Gewicht, war sehr müde und schlapp.
Trotzdem stehe ich jeden Tag auf und begrüße den neuen Tag. Ich habe jeden Grund zu lächeln. Ich habe den Krebs für jetzt besiegt und zwei OP's gut überstanden. Jetzt braucht es mein Aufmerksamkeit auf meinen Körper und Zeit.
DANKBARKEIT, ACHTSAMKEIT, AUFMERKSAMKEIT, POSITIVITÄT, UNTERSTÜTZUNG UND SELBSTFÜRSORGE
Urlaub mit Stoma
Es geht ! Also Urlaub, meine ich!
Mein erster Urlaub und ich war schon aufgeregt. Ein Teil von mir wollte alles kontrollieren. Das einzige was ich tun konnte, war genug Versorgung einzupacken. Und dann ausatmen, einfach geschehen lassen.
Meine Nervosität, ob ich wohl im Bikini an den Strand gehe, legte sich als ich mich fragte wie ich Leben möchte. Wie nah kann ich an mein altes Leben rankommen.
Alles ist gut, auch wenn ich nach den Erfahrungen der letzten zwei Jahre gut anders definiere. Es ist nicht mehr wie vorher und trotzdem gut.
Ich lebe, kann alles machen und nur mein Kopf, meine Gedanken, können mich einschränken.
Die Sache mit den Metastasen
Und doof kam wieder!
Der warme August 2023, ist der Monat an dem Metastasen aus meiner Lunge entfernt wurden und damit bekam doof eine ganze andere, tiefere Bedeutung. Dachte ich doch atmen ist so selbstverständlich.
Diese OP ist hat mich demütig gemacht und meinen Prozess noch mal anders betrachten lassen. Ich war und bin müde und auch jetzt zwei Monate später ist vieles noch gewöhnungsbedürftig.
Mist halt, aber trotz all dem nehme ich mir Zeit für
schöne Dinge und auch für Pausen.
Man sieht es uns nicht an!
Wir tragen unsere Stomas nicht auf der Stirn.
Auch sieht man es uns nicht an, wie schwierig es manchmal ist.
Mit welchen Unsicherheiten, Gedanken im Kopf wir uns auseinandersetzen. Die körperlichen Herausforderungen denen wir uns stellen.
Hier zeige ich einige Bilder von Stomaträgern - oder Beuteltiere wie wir uns liebevoll nennen.
Und als erstes Bild --> Nicole Engel - Vorstand des Vereins und ich - wie wir Zwei leicht und lachend, frei von schweren Gedanken, im Sand einfach Spaß haben.
Beim Beuteltier Treffen 2023 bekam ich die Gelegenheit Zeit mit vielen Beuteltieren zu verbringen. So nährend, lustig und witzig. So verbindend, ehrlich und liebevoll unterstützend diese Menschen sind hat mich tief berührt. Manche fotografieren zu dürfen war ein Geschenk und eine Ehre für mich.


Die Geschichten dieser wundervollen, starken und mutigen Menschen findest du auf: faSTnOrmAl.life – Leben mit Stoma!